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Malteser Nordpfalz

Sanitäter der Malteser Obermoschel unterstützen in Mainz beim Rosenmontagsumzug

26.02.2014
Die Malteser Sanitäter Obermoschel posieren zum Teil maskiert als Gruppe beim Karnevalsumzug.
Trotz anstrengendem Ehrenamt und ernstem Auftrag - auch der Spaß kommt bei den Malteser Sanitätern beim Karnevalsumzug nicht zu kurz. Hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr.

Zum 10. Mal sind die Sanitäter der Malteser Obermoschel dabei, wenn in Mainz die närrische Parade losfährt und das bunte Treiben der Karnevalesen seinen Höhepunkt erreicht. Stadtbeauftragter Thorsten Siemon hat bereits den Ablaufplan bekommen, die Einteilung zu einem bestimmten Streckenabschnitt steht. Auch Malteser Sanitäter anderer Gliederungen in Deutschland finden sich dort ein.

„Wir in Obermoschel wurden 2003 das erste Mal von Mainz angefragt, ob wir beim Karnevalsumzug mit unserer Sanitäter-Einheit unterstützen können“, erinnert sich Siemon. Bis auf ein Jahr Pause waren sie nun immer vor Ort. Dieses Jahr fahren sie zu elft in die Hochburg der Narren, morgens um 8 Uhr ist Abfahrt. „Die letzten beiden Male waren wir am Südbahnhof eingeteilt, dort gibt es immer was zu tun“, weiß der Stadtbeauftragte, der selbst seit 1988 immer beim Faschingsumzug in Mainz als Helfer vor Ort ist.

„Letztes Jahr hatten wir 17 Einsätze, was relativ viel ist. Es wird ja erfahrungsgemäß viel getrunken, besonders nach dem Umzug kommt es dann am Bahnhof zu Rangeleien und Verletzten.“ Doch auch während des Umzugs müssen die Malteser und ihre Kollegen Besucher versorgen, denen schlecht geworden ist oder die ohnmächtig aus der großen Menschenmenge von 500.000 Narren herausgebracht werden müssen. „Meist ist es ziemlich problematisch, mit einem Einsatzfahrzeug direkt zu den Betroffenen hinzufahren. Wir müssen sie dann oft weitere Strecken tragen. Es ist einfach zu viel los, die anderen Besucher haben wenig Verständnis, wenn Helfer sie beim Feiern stören.“ Und diejenigen, denen geholfen werden soll, verhalten sich nicht immer friedlich. „In den letzten Jahren ist das Aggressionspotential gestiegen – nicht nur gegenüber der Polizei, auch gegenüber uns Helfern. Das ist natürlich schon traurig.“

Doch abhalten lassen sich die Malteser von ihrer Mission nicht, Menschen in Not zur Seite zu stehen. Und wenn sich dann Umzugsbesucherinnen aus der Schweiz für eine Ortsauskunft mit einem Sträußchen Alpenwiesenheu bedanken, ist der Ärger schnell vergessen.

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